Katzen schlafen gerne und ausgiebig – reine Hauskatzen sogar ganze 16 Stunden, also gute zwei Drittel des Tages. Doch gerade, wenn wir Menschen uns ins gemütliche Bett begeben, werden unsere Hausmiezen lebendig. Sind Katzen also nachtaktive Tiere?
Jein. Die Vorfahren und wilden Verwandten unserer Hauskatzen sind Jäger – sie nutzen vorwiegend die Dämmerung, um sich an ihre Beute anzuschleichen uns die (möglichst) zu erlegen. Nicht umsonst sehen Katzen bei Dämmerlich sehr viel besser als wir Menschen! Auch unsere heimischen Sofatiger werden darum bei Einbruch der Nacht oder im Morgendämmern aktiv. Freigängerkatzen nutzen die Zeit für einen kurzen Ausflug ins Revier, Hauskatzen rasen durch die Wohnung, suchen lang verloren geglaubtes Spielzeug hervor – und wecken ihren Menschen. Irgendwie muss man die Energie ja herauslassen, oder? Selbst Freigängerkatzen fallen den Tag über immer wieder in einen kurzen Schlummer. Ihre „Schlafzeiten“ sind aber stärker abhängig von äußeren Gegebenheiten wie Wetter, Temperatur und Jahreszeit. Wer will schon im strömenden Regen durchs Revier tigern?
Gerade Hauskatzen sind sehr auf ihren Menschen fixiert. Geht der tagsüber arbeiten und ist nur abends und nachts daheim, wird tagsüber geschlafen. Entsprechend hoch ist der Bewegungsdrang am Abend und in der Nacht. Kein Wunder: Schließlich ist nur dann etwas in der Wohnung los! Streicheleinheiten, Leckerlis und Jagdspiele – das gibt es schließlich nur, wenn der Mensch da ist. So sollte man sich nicht wundern, wenn die Mieze gerade dann schmusen will, wenn man im tiefsten Schlummer liegt. Wann auch sonst?
Foto: Fleckli bei ihrem „Schönheitsschlaf“ mitten am Nachmittag. Katze sollte man sein…

Katzen orientieren sich stark an dem Tagesrhythmus ihres Menschen. Wobei sie da auch ihre Eigenheiten entwickeln. Während mein Kater spätestens um 6 alle aus dem Bett holt, weil er sonst innerhalb der nächsten 5 Min einen qualvollen Hungertod sterben würde (jedenfalls macht er so ein Theater), macht es der kleinen gar nichts aus, aus dem Frühstück ein Brunch werden zu lassen und dann einfach dann aufzustehen, wenn wir uns auch raus bewegen.
Grob gesehen haben wir allerdings einen sehr ähnlichen Schlafrhythmus nur das die Katzen soviel schlafen, wie ich es manchmal auch gern würde *g*
Ich finde es herrlich, von meiner Katze um 3:00 Uhr geweckt zu werden, weil sie uuuuunbedingt mit mir spielen will. *beissende Ironie* Nach einer Stunde „darf“ ich dann wieder ins Bett…
Meine Süße schlummert hier gerade auf meinem Schoß, während ich tippe… ihr Kopf liegt auf dem Schreibtisch aufgestützt, so daß ich quasi um sie herum schreibe.
Beide Katzen habe ich von klein bzw. Jugend auf. Sie haben vom ersten Tag an gelernt: wenn die Schlafzimmertür zu ist, geht sie auch nicht durch Jammern auf. Ist die Tür allerdings auf, darf man sich auch zum Schlafen ins Bett begeben (egal, ob ich auch darin liege oder nicht).
Dadurch läuft es bei uns sehr entspannt ab. Wenn ich Urlaub habe oder Wochenende, kann es schon mal sein, daß mich mein Kater gegen 7 Uhr daran erinnert, daß er es gewohnt ist, die Frühmahlzeit gegen 6:00 zu bekommen. Manchmal verschläft er aber gar die Erinnerungszeit.
Meine Kleine meldet sich gar nicht, sie wartet einfach, bis die Tür aufgeht. Am Wochenende bzw. im Urlaub hat man das Katzenglück, nach der ersten Mahlzeit zu „Mama“ ins Bett schlüpfen zu können und dort wieder zu schlummern, ein Verdauungsschläfchen quasi.
Ich bin zwar unter der Woche insgesamt viel außer Haus, kann zwischen meinen Aufträgen aber immer mal heim, und füttern, spielen etc. Nach Feierabend ist dann wieder Spielzeit, wenn man denn Lust hat (mein Kater ist eher faul, die Kätzin dagegen aktiv). Bevor es ins Bett geht, wird noch Trockenfutter geworfen und versteckt, das man jagen und suchen kann.
Mit der Beute im Magen legt man sich dann in die Hängematte und schlummert bis zum nächsten Morgen…