“Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu”: Nachtruhe bei Katzen
Februar 2, 2008 von Lena
Katzen schlafen gerne und ausgiebig – reine Hauskatzen sogar ganze 16 Stunden, also gute zwei Drittel des Tages. Doch gerade, wenn wir Menschen uns ins gemütliche Bett begeben, werden unsere Hausmiezen lebendig. Sind Katzen also nachtaktive Tiere?
Jein. Die Vorfahren und wilden Verwandten unserer Hauskatzen sind Jäger – sie nutzen vorwiegend die Dämmerung, um sich an ihre Beute anzuschleichen uns die (möglichst) zu erlegen. Nicht umsonst sehen Katzen bei Dämmerlich sehr viel besser als wir Menschen! Auch unsere heimischen Sofatiger werden darum bei Einbruch der Nacht oder im Morgendämmern aktiv. Freigängerkatzen nutzen die Zeit für einen kurzen Ausflug ins Revier, Hauskatzen rasen durch die Wohnung, suchen lang verloren geglaubtes Spielzeug hervor – und wecken ihren Menschen. Irgendwie muss man die Energie ja herauslassen, oder? Selbst Freigängerkatzen fallen den Tag über immer wieder in einen kurzen Schlummer. Ihre “Schlafzeiten” sind aber stärker abhängig von äußeren Gegebenheiten wie Wetter, Temperatur und Jahreszeit. Wer will schon im strömenden Regen durchs Revier tigern?
Gerade Hauskatzen sind sehr auf ihren Menschen fixiert. Geht der tagsüber arbeiten und ist nur abends und nachts daheim, wird tagsüber geschlafen. Entsprechend hoch ist der Bewegungsdrang am Abend und in der Nacht. Kein Wunder: Schließlich ist nur dann etwas in der Wohnung los! Streicheleinheiten, Leckerlis und Jagdspiele – das gibt es schließlich nur, wenn der Mensch da ist. So sollte man sich nicht wundern, wenn die Mieze gerade dann schmusen will, wenn man im tiefsten Schlummer liegt. Wann auch sonst?
Foto: Fleckli bei ihrem “Schönheitsschlaf” mitten am Nachmittag. Katze sollte man sein…

Katzen orientieren sich stark an dem Tagesrhythmus ihres Menschen. Wobei sie da auch ihre Eigenheiten entwickeln. Während mein Kater spätestens um 6 alle aus dem Bett holt, weil er sonst innerhalb der nächsten 5 Min einen qualvollen Hungertod sterben würde (jedenfalls macht er so ein Theater), macht es der kleinen gar nichts aus, aus dem Frühstück ein Brunch werden zu lassen und dann einfach dann aufzustehen, wenn wir uns auch raus bewegen.
Grob gesehen haben wir allerdings einen sehr ähnlichen Schlafrhythmus nur das die Katzen soviel schlafen, wie ich es manchmal auch gern würde *g*
Ich finde es herrlich, von meiner Katze um 3:00 Uhr geweckt zu werden, weil sie uuuuunbedingt mit mir spielen will. *beissende Ironie* Nach einer Stunde “darf” ich dann wieder ins Bett…