Freigang - eine schwierige Frage…
März 9, 2008 von Lena
Juchee, die Sonne scheint! Zumindest bei uns in München.
Fleckli und Sakura sind schon den ganzen Tag über draußen, fangen Schmetteringe (bzw. probieren es
) und bringen mir irgendwelche alten Blätter oder Reste von Baumrinde ins Haus. Zwischendurch schaut auch mal einer der Nachbarskater vorbei - die meisten werden aber mit lautem Geknurre und Toilettenbürsten-Schwanz verjagt. Nur einer, Felix, darf sobar bei uns in die Wohnung - argwöhnisch beäugt von unserer kleinen Tigerin Sakura… Ans Futter und aufs Katzenklo darf er - aber wehe, er nähert sich mir und denkt auch nur daran, sein Köpfchen an mir zu schubbern - dann wird unsere Mini-Kampfkatze zur Furie!
Ob Freigang nun nötig, sinnvoll oder viel zu gefährlich ist - darüber scheiden sich die Geister. Hier gibt es sogar noch nicht einmal bei uns in der Redaktion eine einheitliche Meinung… Allerdings auch kein Wunder: Hängt es doch viel zu sehr von der Persönlichkeit der Katze, der Umgebung und dem Nervenkostüm des Katzenhalters
ab.
Meine Katzenmädchen dürfen raus, wenn ich daheim bin - dann steht aber auch immer die Terrassentür einen Spaltweit offen, damit sie jederzeit wieder rein können. Meistens nehmen sie das Angebot nur zu gerne wahr und stehen alle fünf Minuten im Wohnzimmer, um lauthals um Aufmerksamkeit zu schreien oder eine neue Beute (meistens Spinne oder Laubblatt, ganz selten auch eine (lebendige) Maus…) zu präsentieren. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich froh drum - so habe ich immer im Blick, wo meine beiden Süßen sind. Ich bezweifel, dass sie sich weit vom Garten entfernen, zumindest stehen sie auf mein Rufen spätestens in 30 Sekunden vor der Tür..
Allerdings haben wir auch die Möglichkeit, die Katzen ohne Probleme laufen zu lassen und ihnen ihren Freigang zu gewähren. Hier können sie soziale Kontakte zu den Nachbarskatzen pflegen, auf Bäume klettern, im Gras liegen… Wir wohnen zwar im Ortszentrum einer Klein-Klein-Kleinstadt, bis zur großen Straße ist es aber ein Stück. Würden Fleckli und Sakura lange Wanderungen unternehmen, wäre das etwas anderes - so kommen sie aber nie auch nur in die Nähe der Straße. Klar, Hunde gibt es hier - und andere Katzen. Und natürlich fremde Menschen…
Darum war es auch für mich eine Überlegung wert. Da aber beide Katzen aus dem Tierschutz bzw. zugelaufen/vom Hof kommen, gäbe es bei uns ohne Freigang Mord und Todschlag - für sie als “normale” Hauskatzen, die es gewohnt sind, ab und zu nach draußen zu kommen, wäre die reine Wohnungshaltung aber nicht. Anders sieht es bei ruhigeren Rassekatzen aus. Die sind meistens auch sehr zutraulich und haben keine Scheu vor Autos/fremden Menschen… Ganz im Gegenteil zu meinen beiden Schissehasen!
Und dann gibt es noch die Möglichkeit, ein ganzes Freigehege zu bauen. Die Familie von Lisa, unserer Bildredakteurin, hat daheim so ein Freigehege - auch eine gute Lösung, vor allem für teure und zutrauliche Rassekatzen, die aber dennoch ihren Freiheitsdranghaben!
Fassen wir fest: Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Frage “Freigang - ja oder nein?”. Wie seht ihr das, wie löst ihr das Problem?
Ich wünsche Euch noch einen ruhigen Sonntag - hoffentlich mit etwas Sonne! ![]()
Anfang Mai ziehe ich in eine neue Wohnung und Mitte Mai kommen meine zwei kleinen schnurrenden Rabauken dann endlich zu mir. Da ich mitten in der Stadt wohne, zwar noch am ruhigen Stadtrand aber trotzdem viele viele gefährliche Straßen um mich rum habe, wird das mit dem Freigang so nichts…ehrlich ich könnte Nachts kein Auge mehr zutun! Mein Freund und ich überlegen jetzt unsere neue Wohnung und unseren Balkon so katzensicher wie möglich zu machen, dass die zwei kleinen Fellknäuel dann wenigstens im Sommer mit uns auf Balkonien entspannen können
Übrigens tolle Katzenzeitschrift! Macht weiter so!
… auch wenn es bei mir ginge, ich weiß nicht, ob ich meine Mädels (jetzt Sri Lanka) immer rausgelassen hätte. Sie waren es ja zum Glück nicht gewohnt. Und ich hätte immer Angst gehabt; vielleicht wären sie dann auch schon lange tot. Und ich denke, wenn eine Katze in der Wohnung alles darf, dann geht es ihr auch gut. Sie hat damit mehr Möglichkeiten als viele Tiere im Zoo.
Aber egal - hätte ich andere Voraussetzungen, würde ich u.U. anders reden respektive schreiben.
Hi Steph,
Du nimmst gleich zwei Katzen zu Dir? Das ist für die beiden wahrscheinlich das beste, vor allem, wenn sie noch jung sind und keine sozialen Kontakte zu anderen Katzen pflegen können. Ein vergitterter Balkon ist aber bestimmt auch eine gute Lösung - ich freue mich, dass ihr Euch schon von vornherein so viele Gedanken macht!
Lena
Hallo Lena,
ja ich bzw. wir nehmen gleich zwei kleine Schnurrer bei uns auf
Die beiden sind erst knapp eine Woche alt (auf http://www.stephness.de sind ein paar Fotos) und werden auch nur zu zweit abgegeben aber als Wohnungskatze kamen sowieso immer nur zwei Stück in Frage, sonst herrscht viel zuviel kätzische Langeweile und irgendwo hab ich mal gehört, dass zwei Katzen auch nicht mehr Arbeit als eine machen
Danke! Naja wir haben uns bis jetzt immer nur um Nachbarskatzen und der gleichen gekümmert, da es unsere Wohnsituation nicht zugelassen hat, aber ab Mai hat sich das Problem erledigt…alles neu macht der Mai *g* und wir wollen es unseren kleinen Tigern so schön wie möglich machen und da mein Freund handwerklich sehr begabt ist sollte das mit der katzensicheren/-schönen Wohnung weniger zum Problem werden