Wenn ich mal wieder am Katzenfutter schnippeln bin, mir Gedanken über Zusätze und neue Rezepte mache und mir abends aus Zeitmangel eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebe, frage ich mich zugegebenermaßen oft, ob ich nicht ein wenig übertreibe und mir vielleicht etwas mehr Gedanken über meine eigene Ernährung als über die meiner Katzen machen sollte.
Über gesunde Nahrung für mich selbst denke ich eigentlich kaum nach. Ich esse einfach, was mir schmeckt. Ab und zu koche ich selbst, oft greife ich aber auch zu Fertiggerichten. Eigentlich ungefähr so, wie ich auch meine Katzen ernähre. Vier Tage die Woche gibt es Fertigfutter, drei Tage selbstgemachtes. Dennoch berechne ich die Zutaten für das Katzenfutter sehr genau, die Zutaten für mein Essen schmeiße ich einfach wild zusammen ohne mir Gedanken über deren Nährwert zu machen. Ist es also übertrieben, sich so viele Gedanken um Katzenfutter zu machen?
Momentan lese ich ein spannendes Buch, in dem beschrieben wird, wie sich die Tiere in der Natur automatisch ausgewogen ernähren, sich die Dinge aussuchen, die für sie gesund sind und sie eventuell auch vor Krankheiten schützen bzw. diese sogar heilen können. Dabei handelt es sich aber ausschließlich um wilde Tiere, die niemals Kontakt zu Menschen hatten und schon seit Ewigkeiten in der gleichen, unberührten Natur leben.
Bei Tieren in menschlicher Obhut sieht die Sache da schon ganz anders aus. Es ist schwierig, Wildtiere in Gefangenschaft ausgewogen zu ernähren, bei einigen Arten sogar unmöglich. Unsere Haustiere haben es da in der Regel ein wenig besser, dennoch können sie sich selten aussuchen, was sie gerne fressen würden. Auch kann man bezweifeln, ob sie denn bei der Auswahl noch so gut die für sich gesunde Nahrung erkennen würden, wie ihre wilden Verwandten es tun. Die wenigsten Katzen beispielsweise fressen noch Mäuse. Viele verzehren sie selbst dann nicht, wenn sie mal eine erlegt haben, sondern spielen nur mit ihr, um sich dann dem Napf mit dem mehr oder weniger gesunden Katzenfutter zu widmen.
Umso wichtiger ist es also, dass der Inhalt dieses Napfes alles enthält, was die Katze für ein gesundes Leben braucht. Oftmals vertraut der Katzenbesitzer da einfach den Versprechungen der Industrie. Doch die hält oft nicht alles, was sie verspricht. Ich persönlich bin nach eingehender Beschäftigung ja ein Fan des Barfens geworden. Dennoch füttere ich meine Katzen nicht ausschließlich mit Barf, sondern oft mit hochwertigem Nassfutter und auch mal mit dem in letzter Zeit häufig verschrienem Trockenfutter. Abwechslung ist das A und O in der Ernährung – nicht nur bei Katzen. Darum will ich auch niemanden missionieren und nicht behaupten, dass das eine oder andere die ideale Ernährung für die Katze darstellt. Eine optimale Ernährung für die Hauskatze gibt es nämlich nicht.
Optimal und ausgewogen wäre die Ernährung der Katze, wenn die sie in einer natürlichen Umgebung absolut natürlich und ohne Kontakt zu Menschen aufwächsen würde und selbst ihre Nahrung auswählen könnte. Doch das können (und wollen) wir unseren Hauskatzen nicht bieten. Schließlich möchten wir zahme Schmusetiere auf dem Sofa haben, verspielte kleine Tiger, die sich in menschlicher Obhut wohl fühlen. Gerade weil das ganze eigentlich ziemlich egoistisch von uns ist, sollte die Katze nicht darunter leiden. Sie kann sich ihre Umgebung und ihr Futter nun einmal nicht selbst aussuchen. Deswegen müssen wir das übernehmen – und dabei äußerste Sorgfalt walten lassen. Daher: Nein, es ist nicht übertrieben, sich so viel Gedanken über Katzenfutter zu machen. In der Zeit von zivilisationskranken Heimtieren, ist es sogar angebracht, das zu tun.


Nun, ich gehe mal davon aus, daß eine gesunde Ernährung Grundlage für eine allgemein gute Gesundheit ist. Die Behandlung eigener ernährungsbedingten Krankheiten bezahlt die Krankenkasse. Die einer Katze zahlt man selbst aus eigener Tasche – Tierarzt & Medikamente sind ja nun nicht grad billich.
Das stimmt, allerdings sollte man auch nicht unbedingt schlechtes Futter geben, wenn der Tierarzt umsonst wäre
Trotz allem, gesunde Ernährung ist ja leider doch keine Garantie für gesunde Katzen, eben wie du schon sagtest “nur” die Grundlage. Wäre aber trotzdem zu schön, wenn es so wäre! *seufz* Aber bis jetzt waren sie ja beide immer kerngesund *aufHolzpoch*