Unsere Pfotenhieb-Umfrage hat viele Fragezeichen bei der Leserschaft hervorgerufen. Wie, Pfotenhieb gedruckt? Super! Aber kostenpflichtig? Muss das sein? Eine kleine Erklärung.
Darum möchte ich jetzt noch einmal kurz einen Beitrag dazu schreiben, damit ihr eventuell unsere Beweggründe besser versteht. Allen, denen das Thema schon zu den Ohren herauskommt empfehle ich, diesen Thread einfach zu überspringen…
Nein, das ist nicht böse gemeint. Wir können Euch verstehen, besser als ihr denkt. Uns ist bei den Gedanken, “professionell” zu werden nämlich auch etwas unwohl…
Warum dann das Theater? Nun, ganz einfach. Ich dachte, die meisten von Euch möchten Pfotenhieb gerne gedruckt in der Hand halten…
Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Geister jetzt so scheiden.
Wir haben die Online-Erscheinungsweise gewählt, um Pfotenhieb bekannt zu machen. Eine Druckausgabe ganz am Anfang maximiert nicht nur das Risiko, sie wäre auch um einiges teurer gewesen. Doch selbst in der Online-Ausgabe kommen Kosten für Porto, Büromaterial, Telekommunikation, Steuern, Fachliteratur Versicherungen und weitere Ausgaben zusammen, die unsere Werbeeinnahmen übersteigen. Rechnet man hierzu noch Honorare für Bilder und Texte, kommen schnell einige Tausend Euro zusammen, die pro Ausgabe zu decken sind.
Zur Zeit zahlen wir zwar keine Bild- und Texthonorare, das ist aber auf Dauer nicht haltbar. Warum sollen die guten Journalisten und Fotografen, die sich viel Arbeit mit ihren Texten und Fotos machen, nicht entlohnt werden? Diese fehlenden finanziellen Möglichkeiten nehmen uns natürlich auch die Chance, wirklich unabhängig zu sein. Einen guten Journalisten engagieren, der wirklich klasse Texte zu kritischen Themen schreibt? Leider fehlt dazu das Geld. Kommen dann noch Angebote für Schleichwerbung, wird die Entscheidung wirklich schwer. Uns fehlen ein paar Hundert Euro für das neue Heft, vielleicht könnte man… Nein, könnte man nicht. Denn wir haben Pfotenhieb nicht gegründet, um der Industrie nach dem Mund zu reden. Aber vielleicht versteht ihr hier, dass eine kostenlose Ausgabe nicht unbedingt unseren Grundsatz der Unabhängigkeit erleichtert. Ganz im Gegenteil: Sind wir nicht nur auf Werbeeinnahmen angewiesen, können wir um einiges freier agieren.
Und hier schließt sich der Kreis…
Ein kurzes Wort noch zur Print-Ausgabe: Uns haben im Laufe des letzten Jahres immer wieder Leserbriefe von Katzenfreunden erreicht, die Pfotenhieb unbedingt gedruckt in der Hand halten möchten und uns Mut gemacht haben, diesen Schritt zu gehen. Ich denke, das werden wir machen – bzw. es probieren. Nicht, um das große Geld zu machen – dass sich der Preis der Print-Ausgabe vor allem aus den in einer kleinen Auflage recht hohen Druckpreisen zusammensetzt, dürfte klar sein. Sondern, um Pfotenhieb eine Chance zu geben, wirklich ernstgenommen zu werden. Wir möchten Euch also nicht ärgern oder Euch das Geld aus der Tasche ziehen oder so…
Ich weiß, dass viele von Euch sich auf ein gedruckte Pfotenhieb-Heft freuen, andere haben Angst, dass unsere Unabhängigkeit leidet. Ich hoffe, wir konnten plausibel darlegen, dass genau das Gegenteil der Fall sein wird.
Im nächsten Pfotenhieb-Heft veröffentlichen wir einen Aufruf zur Voranmeldung für das gedruckte Heft. Wir sind schon gespannt, ob sich genug Katzenfreunde zusammenfinden, um diesen Schritt gemeinsam mit Euch zu gehen.

Was spricht dagegen, beides anzubieten, also Print und Download? Die könnten dann preislich unterschiedlich sein. Und ihr müsstet nicht eine große Auflage in den Druck geben und bezahlen.
Äh, und ich würde überlegen, der Print-Ausgabe einen “exklusiven” Artikel vorzubehalten, den es in der Download-Ausgabe nicht zu lesen gibt. Quasi als Anreiz
Wartend auf den Sturm einer entrüsteten Leserschaft …
Ich gehöre auch zu denjenigen, die lieber etwas “in der Hand haben”. Ich habe mir bis jetzt die Ausgaben immer ausgedruckt, was ja auch nicht günstig ist, wenn man den Verbrauch an Druckerpatronen bedenkt
Die Sache mit den Kosten ist plausiebel erklärt und ich bleibe Euch auf jeden Fall treu, hoffe aber trotzdem natürlich auch, dass ihr Euch die Unabhängigkeit bewahren könnt.
Also Online finde ich schon gut.
Na ja, die bezahlte Version macht es uns einfacher, die Unabhängigkeit zu bewahren.
Kostenlose Version –> ganz und gar auf Werbepartner angewiesen, weniger Unabhängigkeit möglich – denn wenn die Anzeigenkunden den Geldhahn zudrehen gibt es keine Zeitschrift mehr
Kostenpflichtige Version –> Unabhängigkeit möglich, da Leser einen großen Teil der Kosten trägt, Werbepartner nur zur “Unterstützung”