Es wird Winter! Wir Menschen drehen dann gerne die Heizung nach oben, machen uns eine Wärmeflasche, einen heißen Tee und ziehen warme Wollpullover über. Doch wie lösen unsere Katzen das Kälteproblem?
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Brrr, ist es bei Euch auch so kalt? Bei uns in München sind es gerade sechs Grad Außentemperatur, irgendwie fühlt sich das Ganze aber noch kälter an, als es ist… Fleckli und Sakura haben sich heute geweigert, die Terrasse zu verlassen – dafür, dass beide eine Vergangenheit als Streuner hinter sich haben, sind sie zu richtigen Mimosen geworden…
Aber *pssst*, nicht weitersagen – irgendwie bin ich ja ganz froh, dass ich den beiden Abends nicht mehr drei Stunden nachjagen muss, damit sie ins Haus kommen…
Bei unseren Stallkatzen ist das irgendwie anders. Lisa und Holly haben sich schon ein dickes Winterfell und einen ebensolchen Winterspeck angeschafft, ihnen scheint die Kälte seltsamerweise gar nichts auszumachen. Dabei können sie sich nicht wie Fleckli und Sakura einfach auf die warme Heizung legen, sobald ihnen kalt wird… Wir haben den beiden ein paar „Nester“ im Stroh gebaut, damit sie es auch im Winter schön warm und kuschelig haben. Irgendwie scheint es aber noch nicht kalt genug zu sein, denn selbst in frostigen Nächten streunern die beiden lieber herum, als Wärme zu suchen. Doch wie sorgt man dafür, dass Streunern und Vollzeit-Freigängern der Winter nicht zur Last wird?
Ein großes Problem bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist die Fütterung: Nassfutter und Wasser frieren allzu schnell ein. Ich bin absolut kein Trockenfutter-Freund – doch da dehydrierte Nahrung ihrer Natur nach nicht einfriert, ist Trockenfutter eine Alternative zu „Katzenfutter-Eis“. Er dennoch nicht auf eine artgerechte Ernährung verzichten will, kann vorgewärmte (nicht zu heiße!) Teller oder Baby-Teller mit Wärmefunktion nutzen. Die Sache mit den vorgewärmten Tellern fällt bei uns mangels Strom am Stall aus, so dass ich beim Einkauf schon immer die Augen nach mit heißem Wasser zu füllenden Wärmetellern aufhalte. Eine Garantie gegen Einfrieren sind diese wahrlich nicht, darum sollten die Teller zu jeder Mahlzeit neu gewärmt bzw. mit heißem Wasser gefüllt werden.
Das Gleiche gilt übrigens für Wasser: Wenn sämtliche Fützen eingefroren sind, müssen wir Bauernhof- und Streunerkatzen auch jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stellen, besonders bei alleiniger Trockenfütterung. Ich habe noch keine Katze kennengelernt, die auf Eis am Stiel steht – aus diesem Grund sollte auch Wasser in Wärmetellern gereicht und regelmäßig ausgetauscht werden. Unsere Autorin Eva Schade-Tomale gab im Dezember-Heft 2007 einen besonderen Tipp: Eine Aquariumsheizung in einem großem Keramikübertopf bewahrt das Wasser vor dem Einfrieren.
So versorgt schaffen es auch Freigänger-Katzen gut durch den Winter. Unsere Holly ist zur Zeit übrigens noch verschmuster als sonst – ob es an der Kälte liegt?
Übrigens: Bitte bedenkt, dass die Anfütterung von „Streunern“ oft zu einer weiteren Vergrößerung der Katzenpopulation führen kann! Viel wichtiger als regelmäßige Fütterungen ist es darum, die Tiere einzufangen, zu kastrieren und eventuell zu impfen.

Hallo zusammen,
bei den Cuxkatzen findet sich eine einfache Anleitung wie man aus einer Styroporbox eine Schlafhütte für Streuner bauen kann.
http://www.cuxkatzen.de/html/schlafplaetze_streuner.html
Verschiedene Ideen zu Futterhäusern findet man da natürlich auch.
http://www.cuxkatzen.de/html/futterhaeuser.html
Für den Winter würde sich das isolierte Futterhaus (mit Wärmeplatte) anbieten, sofern man einen Stromanschluss hat:
http://www.cuxkatzen.de/html/isoliertes_futterhaus.html
Die Katzis werden sicher dankbar sein
Hallo,
da an unserer Futterstelle kein Stromanschluss vorhanden ist nehme ich immer Kühlakkus, die ich zweckentfremdet mit heißem Wasser fülle. Auch mache ich das Futter vorher in der Mikrowelle warm und stelle es in einer hohen Schüssel auf die heißen „Kühlakkus“ in eine Styroporbox in das Futterhäuschen welches natürlich nicht direkt auf dem Boden steht. Das klappt ganz gut wenn die Samtpfoten in der Nähe sind und sich direkt aufs Futter stürzen. Gott sei Dank ist das meistens der Fall aber ab und an haben wir schon gefrorenes Futter weggeworfen. Klar steht TroFu zur Verfügung und wenn wir kommen bringen wir heißes Wasser mit, aber auch das gefriert natürlich früher oder später. Man kann halt leider nicht mehrmals am Tag fahren und alles austauschen. Hoffentlich sind die ganz kalten Tage bald vorbei aber, wie im Artikel schon geschrieben, den Samtpfoten, die das Leben daussen gewöhnt sind, macht das kalte Wetter sicher weniger aus als uns.
Viele Grüße aus Köln
Cerstin
Mein Kater liegt dann am liebstem auf dem Kachelofen.
Verstehe das schon , ist ja auch 15 Jahre alt.