Nach den vielen Lobeshymnen zum neuen Pfotenhieb-Heft und der kostenpflichtigen, aber werbefreien E-Paper-Ausgabe gibt es nun natürlich auch einige kritische Stimmen.
Foto: pixelio.de, Dr. Klaus-Uwe Gerhardt
Von „verarscht“ ist hier die Rede, von „dreist“ und von „warum müsst ihr plötzlich Kosten decken?“. Dass es eine große Umstellung für unsere Leser ist, plötzlich für das E-Paper zahlen zu müssen, verstehen wir. Was wir nicht verstehen ist, dass es dank der „Geiz ist geil“-Mentalität leider langsam so weit gekommen ist, dass viele Leute einfach erwarten, umsonst in den Genuss von Dienstleistungen und Produkten zu kommen.
Leider lässt sich keine Zeitschrift kostenlos erstellen – egal, ob E-Paper oder Printmagazin. Selbst wenn man von der reinen Arbeitszeit absieht sind uns auch während der ersten Hefte Kosten entstanden – zum Teil haben wir diese durch Werbeanzeigen finanziert, zum anderen durch eigene Ersparnisse.
Monat für Monat kommen von Software-Lizenzen über Porto, Marketinmaßnahmen und Kontoführungsgebühren bis zu den Telekommunkationskosten wieder einige hundert Euro zusammen, die Arbeitszeit von Fotografen, Autoren und der Redaktion natürlich nicht mitgerechnet. Darum bin ich ehrlich gesagt immer etwas erbost, wenn manche Leute nicht verstehen, dass auch ein Online-Magazin in der Produktion Geld kostet… Für ein hochwertiges journalistisches Medium zu zahlen ist meines Erachtens völlig logisch und keinesfalls „dreist“ – egal, ob es sich um ein Print-Produkt oder ein E-Paper handelt.
Um ein hochwertiges journalistisches Produkt zu generieren ist es immer sinnvoller, mehr Zeit als „nur“ die Freizeit in Recherchen, Schreiben und Organisieren stecken zu können. Das ist bei Pfotenhieb leider aktuell noch nicht gegeben – wir hoffen aber, dass sich das neue Modell soweit durchsetzt, dass wir unsere Mitarbeiter auf Dauer vielleicht sogar entlohnen können. Nur so können wir ihnen die Chance geben, mehr als „nur“ freie Zeit in das Magazin zu stecken und Pfotenhieb so noch besser und noch hochwertiger zu gestalten. Das kommt natürlich wiederum unseren Lesern zugute…
Gut, nun genug davon. Ich bin einfach immer etwas enttäuscht von wenigen derartigen Leserbriefen und Meinungen. Wobei man natürlich auch nicht vergessen darf, dass der Großteil unserer Leser die neue Erscheinungsweise durchaus positiv angenommen hat!

Ich finde es super, dass du das Thema angesprochen hast.
Natürlich mag ich Open Source Produkte, kostenlose Heftchen und alles, was meinen Geldbeutel schont. Das ist ja oberflächlich gesehen auch das Prinzip des Internet.
Was ich allerdings schon immer echt daneben fand, sind Leute, die sich über kostenlose oder superbillige Produkte auf so unhöfliche Art und Weise beschweren.
Wir betreiben selbst ein Blog, lange nicht in so einem Rahmen wie das Pfotenhieb-Magazin, aber auch wir stecken für wenige Zeilen, für Aktionen und neue Ideen viel Zeit hinein.
Da finde ich schon, dass man entweder über Werbung oder aber natürlich auch über einen kleinen Geldbetrag der Konsumenten dafür kostendeckend oder vielleicht auch etwas mehr entlohnt wird.
Aber es scheint ja zum Glück so, dass sich die große Mehrheit der Leser positiv zum Magazin geäußert hat…
Nicht ärgern – immer weiter so!