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Nicht nur Menschen werden im Alter vergesslich: Wissenschaftler um Danielle Gunn-Moore von der University of Edinburgh haben nun herausgefunden, dass auch Katzen an Alzheimer erkranken können. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie im „Journal of Feline Medicine and Surgery„.

Typisch für eine Alzheimererkrankung sind grießähnliche Ablagerungen von Eiweißen, so genannten Beta-Amyloiden, im Gehirn der Betroffenen. Diese Eiweiße stören die Signalübertragung der Nervenzellen – es kommt zu der berühmten Vergesslichkeit.

Genau wie beim Menschen steigt auch bei Katzen die Lebenserwartung und damit die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. Die Forscher untersuchten die Gehirne von 19 Katzen im Alter zwischen 16 Wochen und 14 Jahren, ganze 17 von ihnen zeigten schon zu Lebzeiten neurologische Störung als erste Symptome einer Demenzkrankheit. Gerade bei älteren Tieren fielen übermäßige Eiweißablagerungen im Hirn auf: Aktuelle Studien zeigen, dass etwa 28 Prozent der Katzen zwischen elf und vierzehn Jahren an altersbedingten Verhaltensstörungen leiden. Beim Überschreiten des 15. Lebensjahres erhöht sich der Anteil auf ganze 50 Prozent.

Das Forscherteam plant nun weitere Untersuchungen, um Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimerkrankheit an Katze und Mensch zu testen. Da Katzen im Allgemeinen aber eine kürzere Lebensdauer haben als Menschen, erhoffen sich die Forscher schnellere Erkenntnisse über Alterungsprozesse und Auswirkungen von Medikamenten und Diäten.

Hier findet ihr mehr zum Thema:

Wissenschaft.de

Stern.de

Spiegel-Online

Scienceticker.info

Foto: twibi, pixelio.de

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