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Posts Tagged ‘katzengeschichte’

Nathalie Gahl hat uns eine wunderschöne Geschichte über ihren Kater Kasper geschickt. Aber lest selber!

„Früher dachte ich immer, dass es kein Schicksal gibt. Aber diese Geschichte zeigt, dass es gleich zweimal zuschlagen kann.

kasper.jpgMeine Kindheit verbrachte ich neben einem Bauernhof. Fast jeden Tag habe ich dort mit meiner Freundin in den Scheunen und Wiesen gespielt. Katzen gab es dort jede Menge, man sah sie nur nie. Doch wenn man mal wieder barfuss – wie Kinder das im Sommer so machen- durch den Hof ging, stand man oft in einer Hinterlassenschaft! Mäusereste…
Kein Wunder das meine Meinung über Katzen nicht gerade positiv war. Deshalb entschieden mein Bruder und ich uns damals für einen Hund als die Haustierfrage aufkam. Lucy nannten wir sie, eine charmante aber total gefräßige Dackeldame die genau weiß, wie sie ihren Kopf durch die Wand kriegt. Als ich dann zu Hause auszog, hatte ich von Haustieren erst mal genug.

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Wer kennt das nicht: Einen stressigen Tag gehabt – und jetzt endlich ist Feierabend! Die Anspannung des Tages abgeschüttelt, in bequeme Klamotten gehüpft und ab aufs Sofa. Entspannung. Jetzt. Sofort. Sich richtig gehen lassen, nichts mehr tun… Wenn einem die eigene Katze nur keinen Strich durch die Rechnung machen würde.

Sakura kuschelnKaum hat man sich gemütlich hingefletzt, die Fertigpizza (Fast-Food muss manchmal sein), eine große Schüssel Chips (fast noch ungesünder als die Pizza) oder auch vielleicht einen leckeren Joghurt (für Gesundheitsbewusste) im Anschlag, nähert sich das Grauen. Auf leisen Sohlen nähert es sich seinem Ziel, lässt sich aufs Hinterteil plumpsen und ein lautes „Mauuuuuu!“ vernehmen. Soll heißen: „Wieso schmust Du nicht mit mir?“ „Hi Maus. Lust zu kuscheln?“ „Miaaa?“ „Hast Du mich nicht verstanden? Ja klar!“ Spricht es und landet mit einem großen Sprung auf dem Sofakissen – leider auf den, auf dem gerade die Pizza steht. Oder die Schüssel mit den Leckereien. Aber wir wollen uns ja entspannen – darum keinen Stress. Schnell die Chips aufgesammelt oder der Katze mit einer hoffentlich vorhandenen Serviette die Pfoten gesäubert (Tomatensauce mit Käse macht sich nicht so gut auf der Stoffcoach…), dann soll es weitergehen mit der Entspannung. Einen tollen Film im Fernsehen anschauen oder ein spannendes Buch in den Händen halten und dabei die geliebte Katze kraulen – was kann es besseres geben?

Gäbe es da nicht ein Problem… Kaum nimmt der Katzenfreund sein geliebtes Buch wieder zur Hand, trampelt die sonst so feinfühlige Katze über seinen Körper. Etwas hier und da getretelt, mit der Pfote (und ausgefahrener Kralle…) abgecheckt, ob es auch wirklich genehm ist – dann erst lässt sich Madame nieder. Mitten auf den knurrenden Magen. Jetzt wird geschnurrt, was das Zeug hält – und wer Glück hat, kann jetzt wirklich einen ruhigen Abend genießen. Wer Glück hat. Und nicht Sklave von Sakura und Fleckli ist…

FleckliFensterDoppelt gemoppelt hält besser – das gilt auch bei zwei Katzen. Doppelte Entspannung, doppelter Futterverbrauch, doppelt so viele Klumpen im Katzenklo, doppelt so viel Geschnurre. Und 100 Prozent aufmerksamkeitsheischende Katze am Abend mehr. Das geht ungefähr so:

Bis zum „auf den Bauch trampeln“ sind meine Katzen ganz normale, verschmuste Fellnasen. Doch dann bricht der Krieg los: Sakura gegen Buch, Fleckli gegen Sakura, Lena gegen Katzenhaare im Mund und Katzenpopo auf dem Gesicht. Hat es sich Sakura nämlich auf meinem Bauch bequem gemacht, wird nicht geschlafen. Neeeein, was wäre zu einfach! Vor allem – was hat Lena da in der Hand? Sie soll sich doch um mich kümmern. MICH! Also fängt Miss Tigerkatze an, das jeweilige Buch mit den Zähnen zu bearbeitet. Das muss doch kaputt zu kriegen sein! Sie schimpft? Warum schimpft sie? Mhh, machen wir es anders…

Tripp-trapp um das Buch herum – und schön auf die Brust gelegt. Mhh, hier ist es doch gemütlich. Jetzt muss Frauchen sich um mich kümmern. Von wegen Lesen. Hah! Laut geschnurrt, damit Lena auch ja nicht auf den Gedanken kommt, den Fernseher anzumachen – schon beginnt der perfekte Sakura-Abend.

…wenn es da nicht noch eine schmusebedürftige Katze im Hause Hüsemann gäbe…

sakurafleckli-008.jpgMit einem lauten „Maaaaaaaaa!“ landet Fleckli auf meiner Rückenlehne und fängt gleich an, ihr Köpfchen an meinem zu reiben. So eine liebe Maus! …meint Sakura aber nicht… Wie, die krault Fleckli? Ich bin dran! ICH! Also dezent die Krallen an der rechten Pfote ausgefahren und durch den Stoff des Jogginganzuges gedrückt. Merkt sie nicht? Nehmen wir noch die der anderen Pfote dazu. Jaaa, jetzt hat sie es gemerkt!

Das mag Fleckli aber wiederum gar nicht – und springt auf meinen Schoß, um Sakura leicht mit der Pfote von meinem Hals zu dirigieren. „Mach mal Platz da… Die ist für uns beide da!“ Was sich die kleine Raubkatze natürlich nicht gefallen lässt. Was bildet sich die alte Zicke ein? Jetzt wird gekämpft – mitten auf dem Buch, das mittlerweile eher einer alten, zerfledderten Zeitung gleicht als dem, was ich gestern im Buchladen gekauft habe. Der Gewinner darf schmusen – aber nur für drei Sekunden. Dann wird das Ganze noch einmal ausgetragen – nur zur Sicherheit. Um jedes Missverständnis zu vermeiden.

Irgendwann schlafen die beiden dann völlig ko ein. Auf meinem Schoß, auf meinem Hals – egal wo. …und nach einem so stressigen Abend habe ich auch keine Lust mehr, zu entspannen…

Wer kennt das nicht? …und wer tut es nicht gerne für die geliebten Katzen? 😉

Fotos: privat

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