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Posts Tagged ‘Katzenhaltung’

Das „Kleine Katzen-Survival-Kit“ von Barbara Zierdt ist kein gewöhnliches Buch über Katzen. Zwar werden alle wichtigen Themen von der Anschaffung über die Pflege bis zur Katzensprache behandelt, dennoch liegt der Schwerpunkt an anderer Stelle.

97839414350011Der Untertitel verrät es schon: „Erste Hilfe bei Alltagsdramen, Krankheiten, Unfällen, Verhaltensstörungen“. Hier geht es nicht nur um eine allgemeine Einführung für Anfängerdosenöffner, sondern vor allem um schnelle Hilfe bei einer Reihe von Problemen, die in den meisten anderen Ratgebern zu diesem Thema gar nicht erst erwähnt werden: Wie wähle ich den richtigen Namen für meine Katze aus? Wie kann Impf-Abszessen vorgebeugt werden und was hilft bei Verhaltensstörungen? Zu jedem Problem gibt es Tipps, wie der Katze mit Homöopathie, Bachblüten oder gar Tierkommunikation geholfen werden kann und am Ende sogar zu jedem dieser Themen eine kurze Einführung. Die Autorin – ausgebildete Heilpraktikerin und Tierkommunikatorin – schöpft dabei aus dem reichen Erfahrungsschatz ihrer Tätigkeit und verrät auch einiges über ihr eigenes Zusammenleben mit den Samtpfoten.

Trotz der großen Themenvielfalt schafft es dieses schmale Buch, einen guten Einblick in die Katzenhaltung zu geben und spricht dabei zudem noch schwierigere Inhalte an, die vielen Menschen sonst eher verborgen bleiben. Um einen tieferen Einblick in die verschiedenen Themenbereiche zu erhalten, empfehlen sich dennoch speziellere Werke.

Info:

Barbara Zierdt

Kleines Katzen-Survival-Kit

Reichel Verlag
Februar 2009
136 Seiten, gebunden
13,50 EUR
ISBN 978-3941143500

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„Natürliche Katzenhaltung“ – das klingt nach einem Katzenbuch mit Öko-Touch. Ist es aber nicht. Vielmehr ist Bruce Fogles Buch (eine Übersetzung aus dem Amerikanischen) ein Standardwerk für jeden Katzenhalter.

Neben dem eigentlichen Schwerpunkt des Buches, nämlich der Vorstellung verschiedener alternativer Heilmethoden, geht es vor allem um die „natürliche“, also artgerechte Katzenhaltung. Hier beginnt der Autor ganz am Anfang: Wie hat die Evolution die „Haus“katze geschaffen, was unterscheidet sie von ihren wildlebenden Verwandten? Wie kann man dem Raubtier Katze das Leben in der Wohnung angenehm gestalten und wie das unabhängige Wesen dennoch in einem gewissen Maße erziehen? All diese Themen behandelt Fogle eingehend, greift hier auch auf aktuelle Forschungsergebnisse zurück. Natürliche Katzenhaltung bedeutet für ihn nicht, eine Katze ohne Einschränkungen ihrer selbst zu überlassen. Darum beleuchtet der Autor, selbst Tierarzt, auch die Frage „Freigang?“ und wie man der Katze diesen möglichst sicher gestalten kann. Allein dieser erste Teil des Buches würde schon reichen, um aus „Natürliche Katzenhaltung“ ein Allzweck-Werk mit nötigem Grundlagenwissen für jeden Katzenhalter zu machen.

Auch der Schwerpunkt „Natürliche Gesundheitsfürsorge“ wird mit Sachverstand behandelt. Jeder alternativen Behandlungsmethode ist eine Buchseite gewidmet – dies reicht natürlich nur für einen groben Überblick über die Methoden. Das letzte Kapitel „Gesundheitsstörungen“ hätte meines Erachtens eher vor die Vorstellung der verschiedenen Heilmethoden gehört. Dennoch lässt sich hier auch inhaltlich nichts aussetzen. Bruce Fogle erklärt dem interessierten Leser ausführlich, aber dennoch nicht langatmig, die Grundlagen der Katzenbiologie von Darmparasiten über die Fortpflanzung bis hin zum Nervensystem.

Fazit: Ein leider eher unbekanntes Buch, dennoch ein Muss für jeden interessierten Katzenhalter! Auch kleinere Übersetzungsfehler („ersetzen Sie fettreiches Hühnchenfleisch durch Geflügel“) sollten die Lesefreude nicht trüben.

Formales:

Gebunden

160 Seiten

Verlag: Dorling Kindersley

ISBN: 978-3831011742

Bestellen könnt ihr das Buch zum Beispiel über amazon.de.

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Katzen sind wirklich phänomenal.

Kennt ihr das? Man kommt abends von der Arbeit, die Katzis erwarten einen schon sehnlichst. Es wird geschmust, was das Zeug hält. Allerdings nur einige Minuten lang – Katze hat schließlich Verpflichtungen! Also noch einmal kurz einen Abstecher zum Futternapf – und schon stehen die Damen vor der Terrassentür, starren die Türklinke an und betteln mit hoher, klagender Stimme um Freigang.

FleckliFensterIn Ordnung, lüften muss man sowieso (der Tag im Haus hat seine Spuren im Katzenklo hinterlassen, trotz Puder-Klumpstreu) – also wird schleunigst die Tür geöffnet. Schwupps trappeln zwei glückliche Katzen mit hocherhobenem Schwanz nach draußen, sind mit einem großen Sprung auf dem Rasen. Zwei Näschen, eins weiß, eins braun, saugen die frische Luft begierig ein – und zucken gleich wieder zurück. Iiih, das ist doch kalt! Also schnell die Näschen ins Warme getragen. Drinnen ist es doch sowieso schöner…

Kein Problem – aber gelüftet werden muss trotzdem. Die Tür bleibt also trotz klagender Katzenblicke offen, die Luft im Raum kühlt ab, gleichzeitig wird aber jeder Geruch von gebrauchtem Katzenstreu vertrieben! Perfekt! Kurz, bevor ich mir das Überziehen der Winterjacke nicht mehr verkneifen kann schnell die Tür zu, Heizung wieder an – jetzt kann der Feierabend beginnen.

Nicht für die Katzen. Kaum ist die Tür zu, stehen die Damen wieder bettelnd vor der Tür. „Raus! Bitte! Ich will raus! Sofort!“ scheinen die Blicke zu sagen. Zwei klagende Stimmchen bestätigen die Aussage und teilen auch dem Nachbarn mit, was für eine schlechte Katzenmutter ich bin. Also gut, wieder Tür auf, Katzen raus – und Tür zu. Ruhe. Nicht ganz – die klagenden Katzenlaute dringen auch durch die Scheibe in die Wohnung. Zwar gedämpft, aber immerhin… Also Tür wieder auf, Katze eins rein, Tür zu. Ruhe? Nein. Tür auf, Katze zwei rein, Katze eins raus, Tür zu. Endlich. Ab ins Büro, E-Mails abfragen und möglichst auch beantworten, bevor die Leser, Werbekunden und Autoren wieder tagelang auf eine Antwort warten. Irgendwann möchte ja auch ich Feierabend haben…

Keine Chance. Die Schreie erreichen mich auch am Schreibtisch. Schreckliche Bilder füllen meinen Kopf und machen jede professionelle Beantwortung der E-Mails zunichte. Verletzte Katze? Nagel in der Pfote? Abgebissenes Ohr? Eventuell steht der Nachbarshund gerade hinter meiner Glückskatze, wartet nur auf eine Gelegenheit, zuzubeißen – und ich sitze hier und beantworte E-Mails, während meine süße Maus winselnd um Einlass bettelt?

Also schnell aufgesprungen, den aktuellen Geistesblitz verworfen und zurück ins Wohnzimmer. Fleckli steht tatsächlich vor der Tür, bittend, bettelnd – aber ohne Hund, verletzter Pfote und eingerissenem Ohr. Der Dame ist es einfach zu kalt.

Also wieder Tür auf, die im Haus befindliche Katze festgehalten, Katze zwei rein – und Tür zu. Ab ins Büro, die Wohnzimmertür geschlossen, laute Musik an – perfekt, Ruhe! Praktischerweise hört man mit Kopfhörern noch nicht einmal das Klingeln der Nachbarn (Frau Hüsemann, ist mit ihren Katzen alles in Ordnung?).

Feierabend! Die nächste Wohnung hat katzenfreundliche Besitzer mit einem Faible für Katzenklappen…

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