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Posts Tagged ‘Zytostatika’

Stuttgart – Krebserkrankungen bei Kleintieren nehmen immer mehr zu, was in erster Linie in der gestiegenen Lebenserwartung der Tiere begründet liegt.

Da Hunde und Katzen oft als Familienmitglieder betrachtet werden, hat in den letzten Jahren auch die Nachfrage und Bereitschaft der Besitzer nach einer umfassenden Krebstherapie spürbar zugenommen. Umso wichtiger ist es für Tierärzte, verschiedene Tumore und die jeweiligen Behandlungsaussichten zu kennen.

„Das Wissen darüber, wie sich eine bestimmte Tumorart typischerweise verhält, ist für den Veterinärmediziner wichtig, um den Patientenbesitzer entsprechend beraten und informieren zu können“, erklärt Dr. vet. med. Martin Kessler von der Tierärztlichen Klinik für Kleintiere in Hofheim. Um herauszufinden, welche Behandlung im Einzelfall für ein krebskrankes Tier sinnvoll ist, bedarf es der sorgfältigen Untersuchung der Art des Tumors und seiner Ausbreitung im Patienten. Nicht immer eignen sich für einen bestimmen Tumor alle klassischen Formen der Krebstherapie. Hündinnen etwa, die an einem Tumor der Milchdrüsen (Mammatumor) leiden, profitieren von einer Operation, weniger jedoch von einer Chemotherapie: „Es gibt keine gut dokumentierten Studien, die die Wirksamkeit von Zytostatika – Medikamente, die das Zellwachstum verhindern – bei bösartigen Mammatumoren des Hundes belegen”, so Kessler, der seit 2002 auch Vizepräsident der European Society of Veterinary Oncology ist. Bei Katzen dagegen spricht rund jeder zweite fortgeschrittene Mammatumor auf eine Therapie mit Zytostatika an. Kommt es auf die Medikamente hin zum Tumorrückgang, überlebt ein Tier durchschnittlich noch 283 Tage und damit rund fünfmal so lange wie Tiere, bei denen die Therapie nicht anschlägt.

Text: Diana Kieper, Enke-Verlag (Pressetext)

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